Gedenken an die Opfer von Pirna-Sonnenstein

Im Gedenken an die fast 15.000 Opfer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein kamen am 13. Februar 2026 etwa 30 Gäste auf den Urnenhain Dresden Tolkewitz. Neben Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Striesen nahmen auch der 4. Vizepräsident des Sächsischen Landtags Albrecht Pallas sowie Bürgermeister a.D. und Stadtrat Dr. Peter Lames (beide SPD) an der Gedenkveranstaltung teil. Wir erinnerten an die unfassbaren Gräueltaten der Nazis. Dieses Jahr dachten wir besonders an Johannes Hauschild, dessen Leben und Schicksal beispielhaft für alle Opfer in Pirna-Sonnenstein in den Jahren 1940-41 steht.

Nach der Ansprache und weiterführenden Worten von Stadtrat Dr. Peter Lames legten wir einen Kranz nieder. Die Besucher legten weiße Roten auf dem Grabstein ab und gedachten der Opfer still.

Die Opfer sind nicht vergessen. Auch wenn die Nazis nicht nur ihr Leben, sondern jede Erinnerung auslöschen wollten.

Wir sind da.
Wir erinnern.
Wir gedenken.
Wir zeigen Haltung.
In Zeiten wie heute.
Gerade JETZT!

Wie wichtig, diese Veranstaltung ist, hat sich in den Gesprächen im Anschluss gezeigt. Unter den Gästen befand sich ein Enkel eines Opfers, der sich erstmals mit dem Schicksal seiner Großmutter auseinandergesetzt hat und dankbar für dieses Gedenken und Erinnern war.

Die Aufgabe und Verantwortung, die für uns daraus entsteht, ist wahrnehmbar. Wir setzen uns ein für ein würdevolles Gedenken, und gegen das Vergessen.

Sindy Stoikow und Helge Thied, SPD Ortsverein Striesen

Kranzniederlegung am 13. Februar

Gedenkstein im Urnenhain Tolkewitz

Am Freitag, dem 13. Februar 2026 um 16 Uhr ehrt der SPD-Ortsverein Dresden-Striesen gemeinsam mit Stadtrat Dr. Peter Lames wie jedes Jahr die Opfer der nationalsozialistischen Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein. Es wird eine kurze Gedenkfeier auf dem Urnenhain Tolkewitz geben, Wehlener Str. 15, Haltestelle Tolkewitz Schulcampus. Auf dem Urnenhain sind etwa 300 der insgesamt 15.000 Menschen bestattet, die von den Nazis in den Jahren 1940/41 auf dem Sonnenstein durch Gas ermordet worden sind.

Bürgermeister a.D. und Stadtrat Dr. Peter Lames:

„Die vielen tausend Opfer vom Sonnenstein mahnen uns, wohin Menschenverachtung führt. Die Nazis brachten sie grausam um, weil sie geistig behindert oder einfach politisch missliebig waren. Wir wollen ihrer ehrend gedenken, gerade am 13. Februar.

Wir wissen: Der Zweite Weltkrieg brachte unendliches Leid nicht nur über die Stadt Dresden, sondern über das gesamte deutsche Volk und über alle europäischen Völker. Adolf Hitler und seine Bewunderer haben diesen Krieg angefangen. Sie nutzten ihn, um Verbrechen wie auf dem Sonnenstein in Pirna zu verüben. Unser Auftrag heute ist es, zu verhindern, dass die neuen Menschenverächter ihre Ideologien in die Tat umsetzen.“

Nach der Kranzniederlegung und Ansprache ist die Gelegenheit, gemeinsam mit der Tram zur Menschenkette in die Innenstadt zu fahren.

Ein neuer Vorstand ist gewählt!

Am 28.01.2026 haben die erschienenen 27 Mitglieder den neuen Vorstand des SPD-Ortsvereins Dresden-Striesen, Blasewitz, Gruna gewählt:

Sindy Stoikow, Christa Diddens, Richard Ringeis, Max Patrzek, Ingrid Glöckner, Lutz Hoffmann, Helge Thied (Beisitzerinnen und Beisitzer), Michael Kunath (Kassierer), Geronimo Ludewig (Beisitzer), Daniel Bemmerer (Vorsitzender), Eduard von Asow (stellvertretender Vorsitzender). 

Gruppenbild des neuen Vorstands 2026-2028
Das ist der neu gewählte Vorstand.

Das Arbeitsprogramm des neu gewählten Vorstands beinhaltet die Erinnerung an die deutsche Vergangenheit, die wertschätzende Pflege des Zusammenhalts des Ortsvereins und das öffentlichkeitswirksame Wirken für Demokratie und soziale Gerechtigkeit hier bei uns in Striesen. Der Ortsverein Striesen bildet eine gute Basis dafür, durch viele aktiv engagierte Mitglieder aus allen Alters- und Berufsgruppen. 

Gedenken zum 9.11.

Am 9. November 1938 haben die Nationalsozialisten überall in Deutschland, auch hier in Dresden, Menschen jüdischen Glaubens angegriffen, bedroht und viele auch getötet. Die brennenden Synagogen an diesem Tag zeigten, wohin Menschenverachtung und autoritäre Herrschaft führen. Und wir Dresdner wissen: Nur wenige Jahre nach den Synagogen brannte die ganze Stadt. 

Am Jahrestag dieses Ereignisses haben wir Striesener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, wie jedes Jahr, an den Stolpersteinen in unserem Gebiet an Menschen gedacht, die von den Nazis verfolgt, vertrieben und oft auch ermordet wurden. Die Stolpersteine liegen vor ihrer letzten frei gewählten Wohnung, mitten hier unter uns in Striesen. Wir haben die Steine gereinigt und Kerzen aufgestellt.

Die Erinnerung an die Verfolgten der Naziherrschaft ist uns Verpflichtung. Niemals wieder dürfen Menschenfeinde in Deutschland an die Macht kommen. Unser Land soll eine gute, friedliche und menschliche Zukunft haben. Dafür setzen wir uns ein, am 9. November und an jedem anderen Tag. 

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